Kommunikation
Feed — öffentliche Beiträge Ihrer Kontakte
Kurz gesagt: Philora prüft täglich, ob Ihre Kontakte öffentlich etwas veröffentlicht haben — und macht daraus Gesprächsanlässe. Standardmäßig ausgeschaltet.
Warum#
Der beste Anlass für eine Nachricht ist etwas, das die andere Person gerade selbst getan hat. „Habe deinen Beitrag über den Standortwechsel gesehen — wie läuft es?" ist eine echte Nachricht. „Wollte mich mal wieder melden" ist eine Verlegenheitsnachricht.
Diese Anlässe entstehen laufend, nur bekommt man sie nicht mit — außer man verbringt seine Zeit in sozialen Netzwerken. Der Feed dreht das um: Sie erfahren, was relevant ist, ohne sich dem Nachrichtenstrom auszusetzen.
Was es ist#
Eine tägliche Prüfung öffentlich zugänglicher Quellen:
| Quelle | Was geprüft wird | Grenze |
|---|---|---|
| Öffentlich auffindbare Beiträge | höchstens 5 Kontakte | |
| YouTube | Veröffentlichte Videos | keine |
| Öffentliche Beiträge (keine Kommentare) | keine | |
| Mastodon | Öffentliche Beiträge des Profils, ohne Geteiltes | keine |
| Bluesky | Eigene öffentliche Beiträge, ohne Reposts und ohne Antworten an andere | keine |
LinkedIn ist die schwächste Quelle — mit Absicht so benannt. Die anderen vier veröffentlichen einen Feed, den der Server vollständig liest: was jemand dort schreibt, erscheint hier. LinkedIn veröffentlicht keinen. Beiträge müssen über öffentliche Suchmaschinen gefunden werden, und ob ein Beitrag dort auftaucht, entscheidet nicht Philora, sondern ob ihn jemand außerhalb der Plattform verlinkt hat. Vieles bleibt drinnen und wird nie indexiert.
Praktisch heißt das: ein Kontakt kann regelmäßig auf LinkedIn posten, und hier erscheint trotzdem nichts. Das ist kein Fehler, den man abstellen kann. Artikel („Pulse") werden deutlich zuverlässiger gefunden als kurze Beiträge, weil sie öffentliche Seiten sind. Wenn Ihnen der Feed einer bestimmten Person wichtig ist, lohnt der Blick, ob sie auch auf Bluesky oder Mastodon schreibt — dort ist die Erfassung vollständig.
Warum nur LinkedIn eine Grenze hat. Die anderen vier veröffentlichen einen Feed, den der Server einfach liest — das kostet nichts. LinkedIn veröffentlicht keinen; dessen Beiträge müssen über öffentliche Suchmaschinen gesucht werden, gegen ein Kontingent, das sich alle Nutzer teilen. Deshalb dürfen höchstens fünf Kontakte gleichzeitig einen LinkedIn-Feed haben. Sind es mehr, sagt Ihnen „Wer ist in meinem Feed?", wie viele Sie stummschalten sollten; bis dahin werden die fünf aktivsten abgefragt und Sie verlieren nichts.
Gefundenes erscheint im Feed und, wenn es sich für eine Ansprache eignet, als Vorschlag in den Next Best Actions — etwa „Hat auf LinkedIn gepostet".
Nur öffentlich Zugängliches. Philora meldet sich nirgends an, folgt niemandem und sieht nichts, was nicht auch ein beliebiger Besucher sehen könnte.
Bilder aus Beiträgen werden mit angezeigt — bei YouTube, Bluesky, Reddit und Mastodon. Geholt werden sie von unserem Server, nicht von Ihrem Gerät: sonst würde Ihr Browser bei jedem Bild eine Verbindung zu diesen Anbietern aufbauen und ihnen Ihre IP-Adresse verraten. Erkennt der Server eine Adresse nicht als Bildadresse dieser Dienste, zeigt die Karte lieber kein Bild, als es direkt zu laden.
Die Feed-Seite mit mehreren gefundenen Beiträgen samt Quellenangabe. Namen und Beitragsinhalte unkenntlich machen.
Voraussetzungen#
Die Recherche muss ausdrücklich eingeschaltet sein. Sie ist ab Werk aus — anders als die übrige KI-Verarbeitung, weil hier Daten Dritter betroffen sind. Ohne Ihre Einwilligung passiert nichts.
Die Profil-Adresse eintragen#
Der Feed braucht am Kontakt die Adresse des Profils. Im Kontakt-Formular tragen Sie sie unter Online-Präsenz ein; ein kleines Feed-Zeichen markiert die Plattformen, bei denen der Eintrag tatsächlich etwas bewirkt — grün für die kostenlosen, bernstein für LinkedIn.
Bei Mastodon ist die richtige Adresse nicht die aus der Adresszeile. Das ist der eine Fall, in dem das Naheliegende schiefgeht, deshalb hier ausführlich:
Mastodon besteht aus vielen eigenständigen Servern. Sehen Sie ein Profil an, während Sie auf einem
anderen Server unterwegs sind, zeigt Ihr Browser dessen Sicht auf diese Person — etwa
https://mastodon.social/@Charlotte@bonn.social. Zuhause ist Charlotte aber auf bonn.social.
Benutzen Sie den Knopf „Adresse kopieren" auf der Profilseite. Er liefert die eindeutige Form
@Charlotte@bonn.social. Diese Form funktioniert immer, egal von wo aus Sie schauen.
Genauso richtig ist die Adresse der Heimatseite, also https://bonn.social/@Charlotte — die
sehen Sie, wenn Sie das Profil öffnen und der Browser Sie weiterleitet.
Philora versteht inzwischen auch die aus der Adresszeile kopierte Form und rechnet sie um. Verlassen Sie sich trotzdem lieber auf den Kopieren-Knopf: er ist kürzer, eindeutig und Sie müssen nicht darüber nachdenken, auf welchem Server Sie gerade waren.
Bei Bluesky stellt sich die Frage nicht — dort gibt es nur eine Adresse, etwa
https://bsky.app/profile/name.bsky.social.
Wer im Feed erscheint#
Sie steuern das pro Kontakt und pro Plattform. Nicht jeder Kontakt muss beobachtet werden — sinnvoll ist es bei Menschen, die tatsächlich veröffentlichen und mit denen Sie in Verbindung bleiben wollen.
Empfehlung: Beginnen Sie mit wenigen. Ein Feed mit zwanzig Personen, die täglich posten, ist genauso unbrauchbar wie das Netzwerk selbst.
Schritt für Schritt#
- Schalten Sie unter Recherche die Funktion ein.
- Wählen Sie an den Kontakten aus, wer beobachtet werden soll — je Plattform getrennt.
- Öffnen Sie Feed und sehen Sie die Funde durch.
- Bei einem Beitrag können Sie:
- Reagieren — direkt Kontakt aufnehmen, siehe Reach Out
- Auswerten lassen — Erkenntnisse ins Tiefenprofil übernehmen
- Verwerfen — nicht relevant
Wenn ein Playbook auf diese Person läuft#
Veröffentlicht jemand, für den gerade ein Playbook läuft, meldet der Feed das in den Lauf zurück. Im Playbook-Schritt erscheint dann „Seit deinem letzten Blick veröffentlicht" mit einem Link zum Beitrag, und auf dem Dashboard trägt die Zeile ein kleines Abzeichen.
Der Lauf springt dabei nicht weiter. Ein Beitrag ist ein Anlass, kein Ergebnis — ob der Schritt damit erledigt ist, entscheiden Sie. Der Haken neben dem Hinweis bedeutet nur „gesehen" und ändert sonst nichts.
Keine Sofortnachricht. Der Feed existiert, damit Sie nicht am Nachrichtenstrom hängen; eine Meldung pro Beitrag würde ihn zurückbringen. Stattdessen steht es einmal täglich in der Erinnerungs-Mail, wenn Sie Playbook-Erinnerungen eingeschaltet haben.
Woran Sie merken, dass es funktioniert#
Im Feed erscheinen Beiträge, und die Next Best Actions enthalten Vorschläge mit aktuellem Anlass. Vor allem aber: Sie melden sich zu Dingen, von denen Sie sonst nichts erfahren hätten.
Grenzen & gut zu wissen#
- Nicht jeder veröffentlicht. Bei Kontakten, die nirgends aktiv sind, bleibt der Feed dauerhaft leer — das ist kein Fehler.
- Öffentliche Suche findet nicht alles. Was nur angemeldeten Nutzern angezeigt wird, bleibt außen vor. Der Feed ist unvollständig — mit Absicht.
- Namensgleichheit ist möglich. Prüfen Sie bei ungewöhnlichen Funden, ob es wirklich Ihr Kontakt ist.
- Verhältnismäßigkeit. Öffentliche Beiträge einer Person zu verfolgen, um ein Gespräch anzuknüpfen, ist üblich und legitim. Ein lückenloses Bewegungsprofil zu erstellen, ist es nicht. Der Feed ist für Ersteres gebaut — beobachten Sie gezielt, nicht flächendeckend.
- Erwähnen Sie es unbefangen. „Ich habe deinen Beitrag gesehen" ist normal. Detailwissen über jemanden zu zeigen, ohne zu sagen woher, ist es nicht.
- Jederzeit abschaltbar — pro Kontakt, pro Plattform oder insgesamt.
Wenn es nicht klappt#
| Beobachtung | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Feed bleibt leer | Recherche ausgeschaltet | Recherche einschalten |
| Einzelne Kontakte fehlen | Für diesen Kontakt nicht aktiviert | Am Kontakt je Plattform aktivieren |
| Trotz Aktivierung nichts | Person veröffentlicht nichts Öffentliches | Nicht behebbar |
| Mastodon-Kontakt bleibt leer | Adresse aus der Adresszeile eines fremden Servers kopiert | Adresse über den Knopf „Adresse kopieren" neu eintragen (@name@instanz.tld) |
| LinkedIn-Kontakt wird nicht geprüft | Mehr als fünf LinkedIn-Feeds aktiv | In „Wer ist in meinem Feed?" auf fünf reduzieren |
| Falsche Person | Namensgleichheit | Beobachtung für diesen Kontakt abschalten |
Verwandte Funktionen#
Zuletzt aktualisiert: 2026-08-19